Die Zahl der Übergriffe auf Beschäftigte im öffentlichen Dienst steigt stetig. Professionelle Deeskalation ist keine Option mehr – sie ist eine Notwendigkeit.
Die aktuelle Lage
Behördenmitarbeiter in Jobcentern, Sozialämtern, Ordnungsämtern und kommunalen Verwaltungen berichten von zunehmender Aggressivität. Verbale Angriffe, Bedrohungen und in steigender Zahl auch körperliche Übergriffe gehören zum Arbeitsalltag.
Die Ursachen sind komplex: soziale Spannungen, Frustration über bürokratische Prozesse, psychische Erkrankungen und mangelnde Impulskontrolle bei Besuchern. Doch die Verantwortung für die Sicherheit der Mitarbeiter liegt bei den Einrichtungen.
Deeskalation als Handlungskompetenz
Deeskalation ist keine passive Strategie. Sie ist eine aktive, trainierbare Handlungskompetenz mit klaren Prinzipien:
Typische Fehler
Viele Mitarbeiter machen unter Stress typische Fehler: Sie werden selbst laut, nehmen Provokationen persönlich, verlieren die professionelle Distanz oder ignorieren Warnsignale bis zur Eskalation.
Professionelles Deeskalationstraining ersetzt diese instinktiven Reaktionen durch trainierte Handlungsroutinen – ähnlich wie Einsatzkräfte für Extremsituationen trainiert werden.
Was Einrichtungen tun können
Deeskalation ist keine individuelle Aufgabe – sie ist eine organisationale Verantwortung. Einrichtungen sollten:
Weiterführende Informationen